• Eine Sähmaschine legt Samen die Zuckerrüben aus.
  • Nahaufnahme einer Zuckerrübe.

Stand der Rüben - 3. April 2017

Die Rübenaussaat in Franken ist weitgehend abgeschlossen. Im ersten Saatzeitraum Mitte März wurden ca. 5.000 ha (20 %) gesät. Hauptaussaat war dann in der letzten März-Woche. Aufgrund der beständigen Witterung ist die diesjährige Aussaat relativ entspannt ohne Zeitdruck erfolgt. Etwas schwierig gestaltete sich die Saatbettbereitung auf stark wechselnden Böden. Eine gleichmäßige, optimale Bearbeitungstiefe war nicht immer einfach zu erreichen.

Mäusefraß

Nach der Saat müssen die Rübenschläge regelmäßig auf Mäusefraß kontrolliert werden. Das Schadbild ist leicht zu erkennen. Die Pillen sind ausgegraben und geknackt, d.h. die leeren Samenschalen liegen auf dem Feld. Die Bekämpfung der Mäuse mit Giftweizen oder Giftlinsen ist nur auf dem Acker und verdeckt erlaubt. Strikt untersagt ist die Bekämpfung auf Feldrainen, Wegrändern, Grünwegen und Böschungen, von denen die Mäuse jetzt in den Rübenschlag einwandern. Insofern bleibt nur die Ablenkungsfütterung mit Getreide, Sonnenblumenkernen oder Nüssen am Feldrand. Mit der Keimung ist die Gefahr des Pillenknackens durch die Mäuse vorbei.

Feldaufgang/Bestandesdichte

Die ideale Bestandesdichte liegt zwischen 80.000 und 90.000 Pflanzen/ha. Wer die Bestandesdichte auszählen möchte, sollte über den Schlag verteilt mehrere Zählstrecken (siehe Beispiel) anlegen.

Unkrautbekämpfung

Auf den frühgesäten Schlägen steht in den nächsten Tagen die 1. NAK. Eine frühzeitige, dem Unkraut und der Unkrautgröße angepaßte Behandlung ist enorm wichtig,  dass keine Unkräuter durchwachsen.

Die Standardempfehlung zur 1. NAK:

1,25 l/ha Betanal maxxPro + 1,3 l/ha Goltix Titan

Schnecken

Großartige Schädigungsprobleme sind bisher nicht bekannt. Trotzdem sollten die Bestände regelmäßig kontrolliert werden. Eine einfache Methode der Feldkontrolle ist das Auslegen von feuchten Jute-Säcken, unter denen Schneckenkorn oder Schneckenlinsen gestreut werden. Der erste Schneckenfraß ist häufig an den Feldrändern zu erkennen, da die Schnecken von den Grünwegen und Rainen einwandern. Zur Bekämpfung sind zugelassen: 3 kg/ha Mollustop oder Delicia-Schneckenlinsen oder 7 kg/ha Metarex oder Sluxx. Schneckenfraß tritt vom Auflaufen bis zum 6 Blattstadium der Rüben auf.

Düngung

Die Stickstoffdüngung muss jetzt wegen möglicher Ätzschäden ausgesetzt werden. Ab dem 4 Blattstadium der Rüben kann dann wieder gedüngt werden. Für die Bor-Düngung ist die Blattspritzung kurz vor Reihenschluss die ideale Variante.