• Eine Sähmaschine legt Samen die Zuckerrüben aus.
  • Nahaufnahme einer Zuckerrübe.

Stand der Rüben - 5. April 2019

Die Rübenaussaat in Franken ist weitgehend abgeschlossen. Der Großteil der insgesamt 24.200 ha in Franken wurde in der letzten Märzwoche gesät. Aufgrund der guten Bodengare konnte in der Regel mit einer Überfahrt das Saatbeet optimal, d.h. flach und doch mit dem notwendigen feinkrümeligen Anteil vorbereitet werden. Etwas länger warten musste man auf den Mulchssaatflächen, bis die Schläge abgetrocknet waren.

Feldaufgang/Bestandesdichte

Auf vielen Schlägen sind die Rüben im Moment am auflaufen. Die ideale Bestandesdichte liegt zwischen 80.000 und 90.000 Pflanzen/ha. Wer die Bestandesdichte auszählen möchte, sollte über den Schlag verteilt mehrere Zählstrecken (siehe Beispiel) anlegen.

Mäusefraß

Auf einigen Schlägen sind Mäuseschäden aufgetreten. Das Schadbild ist leicht zu erkennen. Die Mäuse kacken die Rübenpille, fressen den Keimling und die leeren Samenschalen liegen auf dem Feld. Oft sind es einzelne Reihen, wo wegen der Spur etwas flacher abgelegt und nicht ausreichend Boden-Deckung erreicht wurde. Mit der Keimung ist die Gefahr des Pillenknackens durch die Mäuse vorbei.

Schnecken

Mit den Niederschlägen ist in den nächsten Tagen auch mit einer zunehmenden Schneckenaktivität zu rechnen. Vor allem die Mulchsaatflächen sollten verstärkt kontrolliert werden. Schnecken hinterlassen Schleimspuren und die typisch runden Löcher, wenn sie sich in den Boden zurückziehen. Der erste Schneckenfraß ist häufig an den Feldrändern zu erkennen, da die Schnecken von den Grünwegen und Rainen einwandern. Sinnvoll ist es an einigen Stellen Schneckenkorn unter einen feuchte Jute-Sack zu streuen. Zur Bekämpfung sind zugelassen: 3 kg/ha Mollustop oder Delicia-Schneckenlinsen oder 7 kg/ha Metarex. Schneckenfraß tritt vom Auflaufen bis zum 6 Blattstadium der Rüben auf.

Unkrautbekämpfung

Auf vielen Schlägen steht die nächste Zeit die 1. NAK an. Eine frühzeitige, dem Unkraut und der Unkrautgröße angepaßte Behandlung ist enorm wichtig, damit keine Unkräuter durchwachsen.

Die Standardempfehlung zur 1. NAK:

1,25 l/ha Betanal maxxPro + 1,3 l/ha Goltix Titan

Düngung

Die Stickstoffdüngung muss jetzt wegen möglicher Ätzschäden ausgesetzt werden. Ab dem 4 Blattstadium der Rüben kann dann wieder gedüngt werden. Für die Bor-Düngung ist die Blattspritzung kurz vor Reihenschluss die ideale Variante.