• Eine Sähmaschine legt Samen die Zuckerrüben aus.
  • Nahaufnahme einer Zuckerrübe.

Aktuelles zum Rübenjahr - 6. April 2018

Nach dem die ersten Rüben - vorrangig auf leichteren Böden - bereits Anfang März gesät wurden unterbrachen dann der erneute Wintereinbruch und die Niederschläge an Ostern die Saat. Die Haupaussaat geht jetzt erst richtig los. Wichtig ist weiterhin, dass der Boden gut abgetrocknet ist. Bei der Saatbettbereitung ist auf eine möglichst flache, gleichmäßig tiefe und strukturerhaltende Bearbeitung zu achten. Der Boden sollte keinesfalls zu tief und/oder zu fein (Staub, Asche) bearbeitet werden. Also: Bearbeitungstiefe und Krümelstruktur kontrollieren.

Aussaat

Das Saatgut ist im unbearbeiteten, feuchten Krumenbereich mit Kapillaranschluss nach unten abzulegen, d.h. die Saatbettbereitung gibt die Saattiefe vor. Die Bedeckungshöhe des Saatgutes sollte nicht mehr als 2-3 cm betragen. Bitte beachten Sie, dass bereits seit mehreren Jahren für die Beizen Poncho Beta+ und Janus Forte auf drainierten Flächen ein Anwendungsverbot besteht.

Ablageweiten/Bestandesdichten

Bei 50 cm Reihenweite ist eine Ablage von 18 bis 20 cm und bei 45er Reihenweite von 20 bis 22 cm ideal, um Bestandesdichten von 80-90.000 Pflanzen zu erreichen (je früher - umso enger!). Für die exakte Ablage des Saatgutes ist eine saubere, keilförmige Saatrille (spitzes Säschar) im unbearbeiteten feuchten Boden nötig. Ansonsten "verrollt" die Pille.

Mulchsaaten

Altverunkrautung und ggf. Neuaustrieb der Zwischenfrüchte sollten spätestens 4-5 Tage vor der Saat mit einem Glyphosat-haltigem Mittel bekämpft werden. Hinsichtlich Wirkungssicherheit ist die volle Aufwandmenge des Mittels (siehe Produktbeschreibung) zu empfehlen. Tankmischungen mit z.B. AHL verschlechtern die Herbizidwirkung. Bei Glyphosat-Einsatz bis zu 5 Tagen nach der Saat ist auf eine ausreichende Bodendeckung der Pille und Zulassung des Mittels zu achten. Die Behandlung muss spätestens mit der Keimung der Zuckerrüben abgeschlossen sein.

Saatgut-Überlagerung

Das technische Restsaatgut muss umgehend in den Orginalkarton gefüllt und festverschlossen werden. Dieser ist dann in einem trockenen und kühlen Raum aufzubewahren. Entscheidend für die Keimfähigkeit des Saatgutes im nächsten Jahr ist, dass das Saatgut keine Feuchtigkeit zieht. Das aktivierte, d.h. angekeimte Saatgut ist hier besonders empfindlich. Angesichts der Unsicherheit über die weitere Zulassung der Neonicotinoide (Insektizidbeize) sollte möglichst wenig Saatgut überlagert werden.

Mäusefraß

Nach der Saat müssen die Rübenschläge regelmäßig auf Mäusefraß kontrolliert werden. Das Schadbild ist leicht zu erkennen. Die Pillen sind ausgegraben und geknackt, d.h. die leeren Samenschalen liegen auf dem Feld. Die Bekämpfung der Mäuse mit Giftweizen oder Giftlinsen ist nur auf dem Acker und verdeckt erlaubt. Strikt untersagt ist die Bekämpfung auf Feldrainen, Wegrändern, Grünwegen und Böschungen, von denen die Mäuse jetzt in den Rübenschlag einwandern. Insofern bleibt nur die Ablenkungsfütterung mit Getreide, Sonnenblumenkernen oder Nüssen am Feldrand. Mit der Keimung ist die Gefahr des Pillenknackens durch die Mäuse vorbei.

Düngung

Die Stickstoffdüngung zu den Rüben sollte direkt vor oder bis zu 5 Tagen nach der Saat ausgebracht werden. Dann sollte wegen möglicher Ätzschäden erst wieder im 4-Blattstadium der Rüben gedüngt werden.