• Eine Sähmaschine legt Samen die Zuckerrüben aus.
  • Nahaufnahme einer Zuckerrübe.

Stand der Rüben - 13. Mai 2019

Aufgrund der kühlen Temperaturen haben sich die Rübenbestände in den letzten zwei Wochen etwas verhalten entwickelt. Die guten und weniger guten Bestände sind noch stärker auseinander gewachsen.

Unkrautbekämpfung

In der Regel haben die bisherigen Herbizidmaßnahmen gut gewirkt. Auf einigen Schlägen steht die Abschlussbehandlung an. Dabei ist auch auf den jetzt unkrautfreien Beständen darauf zu achten, dass eine ausreichende Bodenwirkstoffmenge ausgebracht wird. Im Hinblick auf die Spätverunkrautung sind 2.800 g/ha Metamitron (5-6 l/ha Goltix Titan oder 4 l/ha Goltix Gold oder 4 l/ha Metafol SC) anzustreben. Rebell Ultra oder Spectrum kann angerechnet werden.

Distel- und Gräserbehandlung

Die Distel- und Ungräserbekämpfung erfolgt am besten separat 4 bis 5 Tage nach der Unkrautbehandlung mit voller Aufwandmenge des Herbizides.

Beim Gräserherbizid sollte im Hinblick auf das Resistenzmanagement auf einen Wirkstoffwechsel geachtet werden.

Die Distelbekämpfung ist bei warmen, wüchsigen Wetter unter Zugabe von Öl durchzuführen. 

Blattläuse

Seit dem 23. April wird wöchentlich auf 8 Standorten im Einzugsgebiet der Zuckerfabrik Ochsenfurt der Blattlausflug mittels Gelbschalen kontrolliert. Sobald die Schadschwelle von 10 % befallener Rüben erreicht wird, erhalten die Anbauer in der Region einen Warnaufruf. Für die Erstbehandlung wird 300 g/ha Pirimor (ca. 18 Euro/ha) empfohlen. Pirimor ist nützlingsschonend und erfasst über die Gasphase auch die Blattläuse an der Blattunterseite. Der optimale Temperaturbereich für die zügige Entwicklung der Dampfphase lieget zwischen 12°C und 25°C.

Düngung

Die Stickstoffdüngung ist - sofern noch erforderlich - jetzt möglich. Die Bor-Düngung erfolgt am besten zum Reihenschluss über die Spritze. Bei einem Borbedarf von 2 kg/ha kann mit der Fungizidspritzung im Juli/August nochmals eine Bor-Düngung erfolgen.