• Eine Sähmaschine legt Samen die Zuckerrüben aus.
  • Nahaufnahme einer Zuckerrübe.

Stand der Rüben am 19. Juni 2019

Die Rübenbestände - wie auch alle anderen Kulturen - präsentieren sich im Moment sehr gut. Nahezu alle Rübenschläge haben inzwischen die Reihen geschlossen. Damit liegt die Rübenentwicklung im Schnitt der Jahre.

Spätverunkrautung

Aufgrund der guten Herbizidwirkung waren die Rübenbestände lange Zeit unkrautfrei. In einigen Schlägen findet man jetzt allerdings die typische Spätverunkrautung mit Bingelkraut, Nachtschatten, Vogelknöterich, Windenknöterich und Hirse. Häufig sind dies Schläge, wo die die Wirkstoffmengen reduziert bzw. auf eine Abschlussbehandlung verzichtet wurde. Dies rächt sich jetzt... eine wirkungsvolle Bekämpfung ist nur noch mit "Holz und Stahl" möglich. 

Schädlingssituation

Im Moment treten keine großartige Schädlingsprobleme auf. Blattläuse sind oftmals nur am Vorgewende zu finden. Die Bekämpfungsschwelle liegt jetzt bei 50 % befallener Pflanzen oder 20 % Pflanzen mit Kolonienbildung. Auch die Rübenfliege mit den typischen, minierten, aufgehellten Blattflecken (Fraß der Larven) ist nur vereinzelt zu finden. Insofern ist in der Regel aktuell keine Insektizidbehandlung nötig.

Bor-Düngung

Der ideale Zeitpunkt für die Bor-Düngung ist jetzt zum Reihenschluss. Der Borbedarf sollte im Vorfeld über die EUF-Bodenuntersuchung ermittelt werden. Mit 3 kg/ha Solubor oder 3 l/ha Librel Bor oder 3 l/ha Lebosol Bor werden ca. 500 g/ha reines Bor ausgebracht. Die Wasseraufwandmenge sollte im Hinblick auf die Benetzung möglichst 400 l/ha betragen.

Ein Insektizid kann - sofern erforderlich - beigemischt werden. Vorausgesetzt es werden Markenprodukte eingesetzt!

Blattkrankheiten

Bisher sind in den Beständen noch keinerlei Blattkrankheiten aufgetreten. Vereinzelt ist die Bakterielle Blattfleckenkrankheit, die sogenannte Pseudomonas, zu finden. Diese durch ein Bakterium infizierte Krankheit kann nicht mit einem Fungizid bekämpft werden. Der gemeinsame Warndienst mit der staatlichen Beratung startet Ende Juni bzw. Anfang Juli. In Abhängigkeit von zeitlich gestaffelten Schadschwellen erhalten Sie rechtzeitig einen Warn- bzw. Kontrollaufruf. Eine vorzeitige Fungizidbehandlung mit reduzierter Aufwandmenge verstößt gegen die Indikationszulassung, fördert den Aufbau von Wirkstoff-Resistenzen und ist deshalb zu unterlassen.